„Aufbruch Fahrrad“ feiert historischen Erfolg

DAS AKTIONSBÜNDNIS AUFBRUCH FAHRRAD wurde im April 2017 gegründet.

„Wir wollen den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von derzeit 8% auf 25% landesweit erhöhen. 206.687 Menschen in NRW zeigen mit ihrer Stimme, dass sie dieses Ziel unterstützen. Gemeinsam können wir es schaffen, dass die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad das ganze Land NRW bewegt. Die Unterschriftensammlung ist abgeschlossen.“ (www.aufbruch-fahrrad.de)

66.000 Stimmen wären für eine erfolgreiche Volksinitiative in NRW erforderlich gewesen. Am Ende haben mehr als dreimal so viele Menschen unterschrieben: Aufbruch Fahrrad hat insgesamt 206.687 Stimmen erreicht. Und nicht nur in den Städten wurde gesammelt: Von 396 Kommunen in NRW liegen aus 394 Unterschriften vor. Ganz NRW will einen Aufbruch Fahrrad!

Neun Maßnahmen sollen zur Förderung der Fahrradmobilität umgesetzt und in einem Fahrradgesetz für NRW verankert werden:

  1. Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen
  2. NRW wirbt für mehr Radverkehr
  3. 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr
  4. 300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr
  5. Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen
  6. Mehr Fahrrad-Expertise in den Ministerien und Behörden
  7. Kostenlose Mitnahme im Nahverkehr
  8. Fahrradparken und E-Bike Stationen
  9. Förderung von Lastenrädern

Der Verkehrsausschuss des Landtags NRW hat nun einstimmig für ein Radverkehrsgesetz votiert und übernimmt die Forderungen von Aufbruch Fahrrad. Es war ein historischer Moment im Landtag: Zum ersten Mal wurde in NRW einer Volksinitiative zugestimmt. Alle unsere Forderungen werden nun in ein Radverkehrsgesetz einfließen.

Die Politik übernimmt Verantwortung, hört auf Ihre BürgerInnen und tut das, was Verkehrsexperten schon seit langem fordern. Vielleicht liegt darin ja die Zukunft: Aktionsbündnisse von engagierten BürgerInnen und Vereinen, die der Politik Druck machen, z.B. in Form von Volksinitiativen und Bürgeranträgen. Geht doch. Wir denken darüber nach. Ein Wahljahr steht bevor.

Wie sieht es in Mönchengladbach aus?

Der Masterplan Nahmobilität gibt darüber detaillierte Auskunft. Auch darüber, wie man mit den BürgerInnen, Vereinen und sonstigen Akteuren kommunizieren und zusammenarbeiten müsste, um eine Verhaltensänderung zu fördern. Eine sehr lohnenswerte Lektüre, insbesondere für die politisch Verantwortlichen unserer Stadt. Zu schade (und teuer), um ungelesen im Aktenschrank zu verschwinden!

Wie gigantisch der Nachholbedarf in Sachen Radwegeausbau noch ist, um dem Ziel einer fahrradfreundlichen Stadt wenigstens etwas näher zu kommen, verdeutlichen die ff. Grafiken aus dem Masterplan Nahmobilität:

Fahhradwege-Bestand

Fahhradwegenetz – wie es ein sollte

Probleme im Straßenverkehr für Radfahrer

Radwegebreite überwiegend mangelhaft

Hohe Risiken für RadfahrerInnen

Riesiger Handlungsbedarf

Wann geht es endlich los? Es wird Zeit!

Vielleicht hilft ja das neue Radverkehrsgesetz, die Dinge in Gang zu bringen.

Mit dem Masterplan Nahmobilität ist jedenfalls eine gute Grundlage dafür geschaffen.

“Der Masterplan Nahmobilität ist dabei ein weiterer Schritt, den bereits angelaufenen Prozess der Fuß- und Radverkehrsförderung weiter voranzubringen. Auf Basis umfangreicher Beteiligungen von Bürgerinnen und Bürgern, verwaltungsinternen und -externen Akteuren, Sondierungen vor Ort sowie deren Analysen wurden zahlreiche Maßnahmenvorschläge für eine qualitativ hochwertige Weiterentwicklung der Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur erarbeitet.

Zudem zeigt der Masterplan Wege auf, in welcher Form der Dialog mit der Bürgerschaft und Multiplikatoren fortgeführt werden kann.

Einer der wichtigsten Schritte wird es sein, den Menschen in Mönchengladbach das Gefühl zu vermitteln, gerne zu Fuß zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Grundlage hierfür sind attraktive Straßenräume, lückenlose Fuß- und Radverkehrsnetze sowie eine Infrastruktur, die den heutigen Ansprüchen an Sicherheit und Komfort gerecht wird.”

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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