Atlas der Zivilgesellschaft
Bislang galt die Bundesrepublik Deutschland als Staat mit einer “offenen” Zivilgesellschaft. Nun aber (2024) stuft der neue “Atlas der Zivilgesellschaft” Deutschland aus der höchsten Kategorie in “beeinträchtigt” ab.Die von der Hilfsorganisation “Brot für die Welt” gerade veröffentlichte Studie stützt sich dabei auf eigene Recherchen und Bewertungen von Civicus, eines weltweiten Netzwerkes für bürgerschaftliches Engagement.
Zivilgesellschaftliche Akteure haben weltweit alarmierend wenig Handlungsspielraum. Nur nur noch zwei Prozent der Weltbevölkerung leben in Staaten mit uneingeschränkten zivilgesellschaftlichen Freiheiten, mehr als zwei Drittel hingegen in autoritären Staaten oder Diktaturen. Unser Report zeigt die Lage weltweit und wie Klimaaktivistinnen und -aktivisten zunehmend unter Druck geraten.
2026
Der 9. Atlas der Zivilgesellschaft von Brot für die Welt zeigt die Lage der Zivilgesellschaft weltweit
Nur 3,4 Prozent der Menschen weltweit leben in Staaten, in denen volle Meinungs- und Versammlungsfreiheit garantiert ist. Das sind jene 39 Länder, die im CIVICUS-Monitor als „offen“ klassifiziert und in der Karte dunkelgrün gefärbt sind. Hier leben 277 Millionen Menschen.
Dahingegen leben rund 73 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern, in denen die Zivilgesellschaft unterdrückt oder geschlossen ist. Das betrifft fast sechs Milliarden Menschen. Ihre Regierungen beschneiden die Freiheitsrechte erheblich und drangsalieren, verhaften oder töten kritische Menschen. Das trifft auf 83 von 197 Ländern zu. 15 Länder wurden 2025 gegenüber dem Vorjahr herabgestuft, darunter Deutschland.
